PRESSEINFORMATION:
Irgendwo in weiter Landschaft stehen sie in erhabener Strenge als Eisengerüste mit lächerlichen Ornamenten oder in grauem Beton da: Haltestellen in Armenien. Weder Pavillon noch Kiosk, weder Bunker noch Tankstelle scheinen diese merkwürdigen Gebäude den Menschen Schutz zu versprechen, aber diese sind ihnen schutzlos ausgeliefert. Die Anwesenheit der Menschen ist zeitlich bedingt, denn sie warten in grotesker Einsamkeit auf einen Bus, der die Erlösung bringt. Diese Unorte der Architektur hat Ursula Schulz-Dornburg in den Jahren von 19972001 fotografiert. Es entstand eine Serie von Fotografien, die groteske Architekturen zeigen, aber auch Pathosformeln des einst real existierenden Sozialismus beschwören.

